Kapitel 18 (S. 212 - S. 223)
Auf einem Hügelkamm trat Julie erschrocken auf die Bremse. Sie war sicher, in weiter Ferne eine flüchtige Bewegung gesehen zu haben. „Scott Jacobson oder Nik Harmon ohne sein Snowmobiel?“, fragte sie sich. Ihr war bewusst, welches Risiko sie einging. Danach raste sie mit dem Hundeschlitten auf die Hügel, zu den Fichten zu. Julie bemerkte, dass es sich um Scott handelte und rief in die Weite: „Scott bleib stehen!“ Er blieb tatsächlich stehen, drehte sich um und wunderte sich, dass es Julie war. Julie musste einen Umweg fahren, um ihn zu erreichen. Demnächst erklärte sie ihm: „Wir haben den Leichnam ihres Vaters gefunden. Ausserdem wurde ihr Vater von Harmon in den Ausläufen des Mount McKinley erschossen. Die Ranger hatten das Tagebuch aufgehoben.“ Scott hatte nämlich ein Anrecht auf die Wahrheit. „Sie stecken echt in Schwierigkeiten, Harmon will Sie erschiessen, weil er keine Zeugen gebrauchen kann“, informierte Julie ihn, „steigen Sie schnell auf den Schlitten, ich bringe Sie zurück.“ Es existierte wohl nur noch das eine Foto, das Harmon mit einem Selbstauslöser von sich gemacht hatte. „Als sie die Bilder vom Mount McKinley zeigten, kamen die ganzen Erinnerungen zurück und als er meinen Vater kaum erwähnte, wurde ich misstrauisch und mir wurde klar, dass Nik Harmon beim Unfall meines Vaters nachgeholfen haben könnte“, dachte Scott. Die Ranger waren schon dabei, die Leiche zu bergen. „Harmon ist hier?“, fragte sich Scott. „Nach der Sendung hat mich ein Redakteur angerufen und mich über meinen Vater ausgefragt. Ich habe ihm wohl verraten, dass ich zum Denali fahren werde“, erinnerte sich Scott. Scott tut es leid, dass er weggelaufen war. Nachdem wendete Julie den Schlitten und die Fahrt zurück in die Blockhütte begann. Keinen Augenblick zu früh, krachte ein Schuss. Sie flog knapp neben ihnen durch in den Schnee. Darauf waren sie geschockt und feuerte die Huskys an. Nachdem schaute Julie nach hinten und bemerkte, dass Nik Harmon ihnen schon dicht auf den Fersen war. Noch hatten sie genug Vorsprung. Danach lenkte Julie den Schlitten Richtung Fluss, über das gefährliche und steile Ufer hinab. Dicht am Ufer, trieb sie die Hunden nach Norden, der rettenden Station am Wunder Lake entgegen. Sie hörte bereits, wie Harmon hinter ihnen stehen blieb und sie ins Visier nahm. Demnächst warteten sie auf die tödliche Kugel, die sich im nächsten Moment aus seinem Gewehr lösen musste. „Runter mit dem Gewehr!“, durchbrach eine vertraute Stimme die Stille. Greg Erhard tauchte mit seinem Hundeschlitten am Ufer auf. Julie nutzte die Gelegenheit, um in eine sichere Entfernung zu fahren. Sie beobachtete, wie Harmon die Waffe fallen liess und Handschellen von Erhard angelegt bekam. Er wurde wegen Mordes verhaftet. Darauf bedankten sie dem Ranger Erhard. „Das war knapp“, sagte Julie, „sie haben uns das Leben gerettet, Greg.“ „Yippie ya yeah!“, rief Julie und fuhr davon.

Harmon wurde von Erhard mit Handschellen festgenommen
Meine Meinung
Das letzte Kapitel war durchgehend spannend und sehr fesselnd geschrieben. Ich finde, dass der Schlussteil, also die letzten drei Kapitel, am imposantesten waren. Ich bin froh, dass es ein Happy End gab und dass alles schlussendlich wie nach Plan herauskam.
fussball99 am 18. Juni 14
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