Samstag, 31. Mai 2014
Kapitel 15 (S. 176 - S. 187)
Julie erholte sich nur langsam von ihrem waagemutigen Einsatz. Ohne einzigen Fehltritt erreichten sie die windgeschützten Hügel. In der plötzlichen Stille fiel ein Schuss. Julie erstarrte: „Nik Harmon, er hat Scott gefunden.“ Mit hastigen Schritten überquerten sie die Hügel, wo bald die Höhlen auftauchen mussten. Sie ahnten, dass sie zu spät wären. Zwei Gestalten kauerten unter der Uferböschung. Darauf bestätigte Maik mit dem Fernrohr, dass es Gary und Chris Clarke war. „Aber wo ist Harmon“, wunderte sich Maik. Danach konnte Julie erkennen, wie Harmon sein Snowmobil nach dem Sturz wieder in Gang bringen wollte. „Wir müssen Gary und Chris da raushelfen, sonst gibt es ein Unglück“, entschied Maik. Sie rannten zum Hügelkamm, der sich bis zum Fluss hinunter zog. Dort hatten sie genug Deckung. Darauf krochen sie hinab über die Uferböschung. „Keine Angst!“, zischte sie Gary und Chris zu. „Gary ist verwundet, Harmon hat ihn an seiner linken Schulter getroffen. Er kam aus der Höhle und schoss auf uns“, informierte Chris, „zum Glück konnten wir uns hinter der Uferböschung verstecken.“ „Solltet ihr eigentlich nicht weiter östlich nach Scott suchen, wie Carol es erklärt hat?“, reagierte Julie, „höchste Zeit, dass wir von hier verschwinden!“ Während der Flucht zog Julie mehrmals ihr Funkgerät aus der Tasche, um Carol oder die Zentrale zu erreichen. Gary war kleinlaut geworden, wegen seinen starken Schmerzen. Nachdem sie eine Stunde unterwegs waren, wurde das Wetter besser. Julie reagierte gleich: „Jetzt starten sicher die Hubschrauber mit Search + Rescue, die mit Law Enforcement zusammen arbeiten. Ich habe sie schon vor einigen Tagen aufgeboten, um Scott Jacobson zu finden und Harmon einzufangen.“ Überraschend hörten sie das Motorengeräusch eines Snowmobils ankommen. „Harmon kommt!“, erschrak Gary, „was machen wir jetzt“ Julie rannte bereits auf einige Felsbrocken zu. „Geht in Deckung!“, warnte sie. Darauf rief sie die Zentrale an. Die Hubschrauber waren ihre einzige Chance. Die Felsen boten kaum Deckung. „Wenn er uns erwischt, wird er uns töten“, meinte Julie. Das Motorengeräusch war nur noch etwa eine Meile entfernt. „Nicht mehr lange und Harmon würde uns bei dieser hellen Nacht sofort entdecken", flüsterte Maik. Danach nahm Maik seinen Revolver hervor. Er überliess das normalerweise der Polizei. Unerwartet riss Harmon den Lenker herum und raste nach Süden davon. „Entweder besass Harmon einen sechsten Sinn oder er hatte die Hubschrauben schon gesehen“, dachte Julie. Wenige Sekunden später hörten auch sie die Motoren der Hubschrauber aufheulen. Die Suchscheinwerfer erfassten sie und ein geräumiger Transporter landete vor ihnen. Alle stiegen erfreut ein. Auch Carol und Josh sassen im Hubschrauber. „Das war gerade noch rechtzeitig“, murmelte Julie. Der andere Hubschrauber mit Greg Erhart, der Polizist und seine Männer war auch schon unterwegs, um Harmon zu finden. Der Hubschrauber mit Search + Rescue suchte bestimmt auch schon nach dem vermissten Scott Jacobson.


Suche nach Scott Jacobson


Meine Meinung
Es geht langsam dem Ende zu. Dieses Kapitel war echt spannend, weil man nie wusste was geschieht. Zudem bekam ich Freude, als die Hubschrauber auftauchten. Hoffentlich finden sie Scott Jacobson bald. Deswegen freue ich mich riesig auf das nächste Kapitel.



Kapitel 14 (S. 164 - S. 175)
Als sie von der Blockhütte wegmarschierten, liefen sie im Gänsemarsch. Infolge dachte Julie schon, wie sie den Fluss verliessen und über die Hügel nach Osten zogen. Je näher sie dem Mount McKinley kamen, desto unzuverlässiger war das Wetter. Sie kamen bei den Höhlen an der Felswand vorbei. In wenigen Minuten erreichten sie schon bei an ersten Hügel, die leicht zu überqueren waren. Danach schaute Julie auf ihre Karte und sagte: „Jetzt haben wir das Ziel bald erreicht, da vorn ist schon der Bach.“ „Hier müssen wir aufpassen, die dunkeln Furchen sind Gletscherspalten“, sagt Maik leise. „Wer die Hütte mit dem Snowmobil erreichen wollte, musste sich von der anderen Seite nähern“, informierte Julie. Der Schrei hinter ihr kam so plötzlich, dass Julie erschrak und hilflos zusehen musste, wie Ruth an einer vereisten Stelle ausrutschte und in der Tiefe einer Spalte verschwand. Die Schreie verstummten nicht, als sie Ruth an der Felswand hängen sahen. „Nicht bewegen, Ruth!“, rief Maik, „wir holen dich da raus!“ Darauf knotete Maik die Ärmel von Julies und seines Anoraks zusammen und hielt das provisorische Rettungsseil in die Tiefe. Danach hangelte sich Julie an den Anoraks zu Ruth hinunter. „Das ist zu gefährlich“, meinte Maik. Julie hatte einen Felsvorsprung gefunden, auf dem sie sich mit den Füssen abstützen konnte. Demnächst griff Julie mit der rechten Hand nach Ruth. Ruths Anoraks riss noch mehr vom Felsvorsprung ein. Nachdem konnte Julie sie mit einem Sackmesser vom eingeklemmten Anorak befreien, zudem gab es einen kurzen Ruck. „Zieh uns hoch, Maik! Schnell!“, befahl Julie. Maik musste seine ganze Kraft aufbieten, um die beiden Frauen hochzuziehen. Wenig später erreichten sie den Rand der Felsspalte und krochen auf festen Boden. Zudem sagte Julie: „Das war echt knapp, ich bin sehr erleichtert.“


Gletscherspalte


Meine Meinung
In diesem Kapitel war Spannung drin. Es passierte immer wieder etwas und das fand ich interessant und fesselnd zu lesen. Ich denke, sie finden Scott Jacobson in der Hütte und Harmon schleicht sich auch noch irgendwo in der Gegend herum.